Bildnis der Susanna von Bayern, verwitwete Markgräfin von Brandenburg-Kulmbach, Herzogin von Pfalz-Neuburg; Die Fürstin trägt ein blaues Kleid, dessen Brustlatz die Initialen ihres Ehemannes „O“ und „H“ in Perlenstickerei zieren. Auch ihr Kleid ist mit den Initialen des Herrscherpaares „S“ (Susanna), „H“ (Heinrich) und „O“ (Otto) bestickt. Über dem Haarnetz aus Goldschnüren trägt sie ein flaches Barett aus Brokatstoff mit weißer Feder. Die Kopie als Brustbild ohne Hände wurde für die Ambraser Porträtsammlung des Erzherzogs Ferdinand geschaffen (Wien, Kunsthistorisches Museum).
Biographie Susanna
Susanna, Herzogin von Pfalz-Neuburg, verw. Markgräfin von Brandenburg-Kulmbach, geb. Herzogin von Bayern * 2. 4. 1502 wahrscheinlich in München
† 23. 4. 1543 in Neuburg a. d. Donau, Grabstätte in der Frauenkirche, München
Tochter von Herzog Albrecht IV. von Bayern und Kunigunde von Österreich; Schwester von Wilhelm IV., Ludwig X., Ernst (Administrator in Salzburg und Passau), Sibylle (Frau von Ludwig V. von der Pfalz) und Sabina (Frau von Ulrich von Württemberg); Nichte von Kaiser Maximilian I.; seit 1518 verheiratet mit Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach; seit 1529 verheiratet mit Pfalzgraf Ottheinrich.
Susanna von Bayern war in erster Ehe mit Markgraf Kasimir von Brandenburg-Kulmbach verheiratet. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. Nach dem Tod Kasimirs (1527) heiratete Susanna den Pfalzgrafen Ottheinrich, wodurch die Beziehungen zwischen den bayerischen und pfälzischen Wittelsbachern wieder vertieft werden sollten. Die Konversion ihres Mannes zum lutherischen Glauben 1542 vollzog Susanna nicht mit, sie blieb katholisch.
Die kleine Version für die „kleine Wittelsbacher-Serie“ entstand unter Beteiligung der Beham-Werkstatt eine Fassung als Brustbild ohne Hände (Wittelsbacher Ausgleichsfonds).
Auf der Version der großen Wittelsbacher-Serie, Auftraggeber der Serie, Herzog Wilhelm IV. Inv.-Nr. 2450 sind auch die Hände und die zahlreichen Ringe an den ineinander gelegten Händen zu sehen.
Eine zur ganzen Figur erweiterte, seitenverkehrte Kopie aus Behams Werkstatt befindet sich in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Inv.-Nr. 6724). Im 18. Jahrhundert fertigte die Werkstatt von Georg Desmarées eine in Kleidung und Beiwerk stark abweichende Kopie für die Ahnengalerie der Münchner Residenz an.
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